Dort sitzt der legendäre Alex Ferguson schon seit 25 Jahren, kaut wild Kaugummi und treibt sein Team mit wüster Miene von einem Erfolg zum nächsten.

Sie nennen ihn „Haartrockner“ in England, weil er die Profis mit solcher Wucht anschreit, dass bei denen nicht nur die Ohren schlackern. Und so hat der Schotte auch schon die Fußball-Schönlinge David Beckham und Cristiano Ronaldo auf ihrem Weg in die Weltspitze ordentlich durchgefönt. Über sich selbst sagt Ferguson nur: „Sie sollten nicht versuchen, in das Gehirn eines Verrückten zu schauen.“

Doch trotz, oder vielleicht auch wegen seiner Brutalrhetorik ist Ferguson auf der Insel unheimlich populär. Die Queen schlug ihn zum Ritter, in Manchester haben sie eine Tribüne des Old-Trafford-Stadions nach ihm benannt.

Am heutigen Ehrentag trifft Ferguson dort mit seinem Team auf die Blackburn Rovers. Dass der Mann im gehobenen Rentenalter nicht kürzer tritt, hat womöglich familiäre Beweggründe. Sein Frau gratuliert jedenfalls zum Geburtstag mit dem öffentlichen Geständnis: „24 Stunden am Tag mit ihm, das würde ich nicht aushalten.“