Eine 27 Jahre alte Frau springt aus dem Fenster in den Tod, eine 18-Jährige und drei Mädchen im Alter von 4, 9 und 13 Jahren kommen in den Flammen um. 1995 verurteilt das Oberlandesgericht Düsseldorf drei der Täter zum Höchstmaß von zehn ahren Jugendhaft und einen 25-Jährigen zu 15 Jahren Gefängnis.

Mölln, November 1992: Ein Brandanschlag setzt ein von Türken bewohntes Haus in der schleswig-holsteinischen Stadt in Flammen. Drei Türkinnen sterben. Einer der beiden Brandstifter muss wegen dreifachen Mordes lebenslänglich in Haft, sein jugendlicher Komplize erhält eine Haftstrafe von zehn Jahren.

Rostock, August 1992: Unter dem Beifall von Schaulustigen greifen rund 400 Jugendliche in Rostock-Lichtenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) ein Asylbewerberheim an und stecken es in Brand. Wie durch ein Wunder können sich alle Menschen im Haus retten. Wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs werden in mehr als 40 Prozessen Bewährungs- und Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren verhängt. Nur drei der Angreifer müssen aber ins Gefängnis.

Hünxe, Oktober 1991: Am Jahrestag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, zünden drei Skinheads in der Gemeinde am Niederrhein mit einem Molotow-Cocktail ein Asylbewerberheim an. Zwei libanesische Mädchen erleiden schwerste Brandverletzungen. Die 18 und 19 Jahre alten Täter werden zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt.

Hoyerswerda, September 1991: In der sächsischen Stadt attackieren Randalierer eine Asylunterkunft mit Molotow-Cocktails und Stahlkugeln. Auch die Polizei wird angegriffen. 32 Menschen werden verletzt, 83 festgenommen, drei inhaftiert. Wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Volksverhetzung erhalten Rechtsextremisten später Strafen zwischen 15 und 18 Monaten.