Ob unterm Strich wirklich etwas vom Erbe übrigbleibt, darf getrost angezweifelt werden.

Denn in der Regel zahlt der Freistaat bei Erbschaften drauf. Den Einnahmen von 2014 stehen Ausgaben von knapp 1,8 Millionen Euro entgegen. Dabei sind Personal- und Sachkosten noch gar nicht einmal enthalten. Nach Angaben des Ministeriums liegen sie bislang nicht vor.

Allein im Jahr 2013 musste das Land für diesen Posten gut 2,1 Millionen Euro ausgeben. Fiskal-erbschaften fallen per Gesetz in die Hände des Freistaates, wenn der Nachlass ausgeschlagen wurde oder sich dafür kein Erbe fand. Allgemein sind sie für das Land eher eine Belastung als ein Segen. Mitunter geht es um schlecht verkäufliche Immobilien. Oft sind die Kosten für Unterhaltung oder Entsorgung der Erbschaften höher als das, was reinkommt.

Seit dem Jahr 2007 musste der Freistaat draufzahlen - zwischen gut 600 000 Euro 2009 und mehr als 1,3 Millionen Euro 2013. Im Jahr zuvor gab es mit rund 2,4 Millionen Euro Gewinn eine Ausnahme.

Seit Beginn der Erfassung im Jahr 2003 haben sich die Fiskal-erbschaften laut Statistik fast verdoppelt. Ein Rückgang wird nicht erwartet.