"Wir brauchen Menschen, die bereit sind, diese Häuser zu kaufen, zu sanieren und möglichst selbst zu nutzen", sagte Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) laut einer Mitteilung bei der Vorstellung neuer Förderrichtlinien zum Städtebau gestern in Meißen. Dabei liege das Augenmerk auf Bausubstanz aus der Zeit vor 1949. "Eine Stadt mit perfekt gepflasterten Straßen, die von Leerstand gesäumt sind, können wir alle nicht wollen."
Laut Ministerium wurden entsprechende Förderverfahren deutlich entschlackt und dereguliert. So seien künftig die Kommunen abschließend für die Förderung privater Eigentümer und Bauherren zuständig. Bei Gebäuden und Stadtbezirken aus der Zeit vor 1949 könnten pauschal bis zu 65 Prozent, bei zentrumsnahen Schulen, Horten und Kindergärten 100 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert werden. Zudem erhielten Betroffene des Stadtumbaus bis zu 1500 Euro, wenn sie in ein vor 1949 gebautes Wohnhaus umziehen.
Für den Erwerb bestehender Wohngebäude oder Eigentumswohnungen inklusive Um- und Ausbau oder Sanierung gebe es Darlehen mit einem Zinssatz von 2,5 Prozent über eine Laufzeit von 20 Jahren. "Mein Ziel ist es, jungen Menschen in Sachsen den Weg ins Eigentum zu ermöglichen", sagte Buttolo. Der Freistaat brauche mehr private Wohneigentümer. (dpa/cd)