"Damit wurde die gesetzlich geforderte Quote von fünf Prozent knapp verfehlt", sagte Sozialministerin Helma Orosz (CDU) gestern bei der Vorstellung des aktuellen Berichts zur Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen im Öffentlichen Dienst.
Orosz sieht weiter Handlungsbedarf. "Die Integration von behinderten Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe." Ziel sei deren gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Beschäftigung trage zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit, Entfaltung der Persönlichkeit und Selbstwertgefühl bei. Ihr Anteil an der Beschäftigtenzahl des Freistaates habe sich von 2,8 Prozent 1994 auf 4,94 Prozent im vergangenen Jahr erhöht. "Die Quote muss mindestens erhalten und möglichst erhöht werden", sagte Orosz.
Mit 8,9 Prozent nimmt das Sozialministerium den Spitzenplatz ein, gefolgt vom Landesrechnungshof mit 7,2 Prozent, teilte die FDP-Fraktion unter Verweis auf eine Kleine Anfrage mit. In der Staatskanzlei und dem Finanzministerium gebe es Nachholbedarf, die mit 3,1 und 2,7 Prozent die Schlusslichter seien. (dpa/roe)