Darauf müssen wir die Menschen und die Natur vorbereiten", sagte Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) gestern. Als eines der ersten Bundesländer befasse sich Sachsen auf der Grundlage von regionalen Prognosemodellen mit Auswirkungen des Klimawandels auf Land- und Forstwirtschaft sowie auf die Wasserwirtschaft. Ziel sei es, geeignete Strategien zu finden, wie sich die einzelnen Branchen künftig an extreme Wettersituationen anpassen können.
Tillichs Angaben zufolge führt die Landesanstalt für Landwirtschaft seit zwei Jahren Feldversuche auf sächsischen Böden in Mittelgebirgslagen und auf sandigem Acker durch. Dafür würden in Forchheim (Osterzgebirge) und Beilrode (Landkreis Torgau-Oschatz) auf je einem Hektar Energiepflanzen (Gräser), Raps, Mais, Kartoffeln sowie Wintergerste und -roggen angebaut. Grundlagen der Untersuchungen sind die Klimaprognose für Sachsen und internationale Erfahrungen mit Auswirkungen des Klimawandels. Erste Ergebnisse will das Ministerium zum Jahresende vorstellen.
Zudem will das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Bergakademie Freiberg ein internationales Projekt zu Auswirkungen des Klimawandels mit Partnern aus Tschechien und Polen entwickeln. Laut Tillich wurde in den Nachbarländern Sachsen-Anhalt und Thüringen angefragt, ob sie sich an diesem Projekt beteiligen wollen. () (dpa/kr)