Statt derzeit 88 soll der Landtag künftig nur noch 68 Abgeordnete zählen, sagt der Bernauer Abgeordnete Peter Vida. "Während die Regierung mit der Chiffre ,demografische Entwicklung' die Zusammenlegung von Landkreisen, Verwaltungsabbau und andere Einsparungen rechtfertigt, sollte der Landtag als Organ des Landes nicht zurückstehen." Vergleiche mit anderen Bundesländern zeigten, dass ein Brandenburger Abgeordneter statistisch für ein Viertel weniger Bürger zuständig sei als im Bundesdurchschnitt. "Zugleich wäre dieser Schritt ein Zeichen, dass die Einsparungen, die die Landespolitik von den Bürgern abverlangt, auch vor dem Landtag selbst nicht haltmachen." Debattiert werden soll der Antrag der Freien Wähler voraussichtlich auf der Landtagssitzung am 18. Dezember. Bereits zuvor, am kommenden Mittwoch, wird sich der Hauptausschuss des Parlaments in seiner konstituierenden Sitzung mit den bereits vorliegenden Plänen zur Reform der Geschäftsordnung beschäftigen: Während die SPD für die Erweiterung des Landtagspräsidiums um einen weiteren Vizepräsidenten plädiert, wollen die Freien Wähler, die derzeit als fraktionslose Abgeordnete gelten, einen Gruppenstatus durchsetzen. Vertreter von SPD, Grünen und CDU haben aber bereits angekündigt, dass es sich bei den Veränderungen vermutlich um langwierige Verfahren handeln dürfte.