Große will sie klarer zwischen SPD und CDU positionieren - als sozialliberale Bürgerpartei. Große: "Das Sozialliberale ist seit gut 30 Jahren schrittweise von der politischen Bildfläche verschwunden. Aber aus meiner Sicht ist die Sehnsucht groß nach einer politischen Kraft, die den Turbokapitalismus ablehnt und die Teilhabe aller Menschen an den Segnungen der Marktwirtschaft einfordert."

Die Freien Wähler stünden für eine offene Gesellschaft, Freiheit und mehr direkte Demokratie, Schutz von Eigentum und Umwelt sowie Leistungs- und Steuergerechtigkeit. Weiter im Fokus bleibe die Vertretung kommunaler und regionaler Interessen.

Große ist auch politischer Geschäftsführer im FW-Bundesvorstand und war Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Sachsen. Damals erreichte die Partei aber nur 1,6 Prozent der Stimmen. Bei der Kommunalwahl im Mai war sie mit 23,8 Prozent hinter der CDU zweitstärkste Kraft.