"Wir haben ein Arbeitspapier erhalten", sagte der Abgeordnete Peter Vida in Potsdam. Es sehe einen Gruppenstatus vor, enthalte aber fast keine zusätzlichen Rechte für die Freien Wähler. Weder die Möglichkeit, eine "Große Anfrage" zu stellen, noch die Einberufung "Aktueller Stunden" oder das Einschalten des Parlamentarischen Beratungsdienstes werde den Freien Wählern gewährt. "Der Entwurf sieht einen Gruppenstatus vor, die Rechte bleiben aber die fraktionsloser Abgeordneter."

Auch bei den Finanzmitteln sollen sich die Freien Wähler mit einem Sparmodell begnügen. Ihnen werden lediglich 20 Prozent der Mittel einer Fraktion zugebilligt. Das entspräche Personalkosten von 120 000 Euro im Jahr, wovon zwei Mitarbeiter bezahlt werden könnten, sowie einem Sachkostenzuschuss von etwa 40 000 Euro. Eine voll ausgestattete Fraktion wären die Freien Wähler derzeit, wenn sie mindestens vier Abgeordnete zählen. Künftig soll diese Grenze auf fünf Abgeordnete oder fünf Prozent der Zweitstimmen angehoben werden.