Die Landesregierung werde die Frauenförderung um 750 000 Euro kürzen und die Mittel für die 18 Frauenzentren komplett streichen, teilte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg gestern in Potsdam mit. Auch die 24 Frauenhäuser und Schutzwohnungen müssten mit massiven Einschnitten rechnen und stünden damit vor großen Problemen.
Nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Brandenburg ist die Finanzierung der Suchtberatungsstellen vom 1. März an nicht mehr gesichert. "Die Träger brauchen dringend Klarheit über die tatsächlich geplanten Einsparungen im Landeshaushalt 2003", sagte Konstantin Engels, Landesgeschäftsführer des Verbandes. Obwohl Landtag und Kabinett bislang noch nichts beschlossen hätten, seien einige Beratungsstellen bereits aufgefordert worden, vorsorglich Mitarbeitern zu kündigen.
Der brandenburgische CDU-Vizechef Sven Petke hat davor gewarnt, die Mittel für die Hilfe für Frauenhäuser zu kürzen. "Dort wird akute Not behandelt, ich sehe das Land deutlich in der Pflicht, sich hier zu engagieren", sagte der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.
"Es geht hier um Opferschutz." Er sei zuversichtlich, dass die Sparpläne des Finanzministeriums auf diesem Gebiet korrigiert werden können. (dpa/wie)