Patzelt. Der Politik-Professor von der TU Dresden klärte uns alle auf, als wir noch nicht die Bohne von dem verstanden, was dort in Dresden montags abends abging.

Leider wurde Pegidaversteher schnell zum Schimpfwort. So ging es vorher schon dem "Frauenversteher". Warum, das versteh‘ mal einer. Ahnung von Frauen zu haben, ist grundsätzlich eine nachgefragte, wenn auch nicht weit verbreitete Eigenschaft. Schwierig wird es nur, wenn der Versteher das Objekt des Verständnisses - Frau oder Pegida - insgeheim toll findet und seine Kenntnisse nutzt, um sich von der Seite ranzuwanzen. Dann sieht sich das Heer der Verständnislosen im Nachteil und wittert grobes Foul.

Auch problematisch, wenn dem einen das Objekt abhanden kommt. Der Frauenversteher ist diesbezüglich im Vorteil. Der Pegidaversteher indes sollte sich langsam nach was Neuem umsehen. Denn das Scheinwerferlicht ist längst verrutscht in periphere Ecken des Abendlands, wie Griechenland. Deshalb schreibt Patzelt jetzt einen Blog und lässt vorab wissen: "Es ist ja nicht so, dass ich nur von Pegida etwas verstünde."

Viele interessante Themen hat der Professor im Angebot, integrierte Humanwissenschaft zum Beispiel. Vielleicht ist der Pegidaversteher am Ende auch nur einer, der bei Pegida rumsteht, aber denkt, er stünde ganz woanders.