Was man aber überhaupt nicht hört, ist der Jubel von Frauenrechtsorganisationen. Dabei hätten sie Grund. Die flugfreie Zeit dürfte die Gesundheit zahlloser Frauen geschont, wenn nicht sogar Leben gerettet haben. Der Mediziner Eberhard Geiser hat nämlich einen direkten Zuammenhang zwischen Nachtfluglärm und Herz-Kreislauf- sowie psychischen Erkrankungen nachgewiesen. Wenn nächtens regelmäßig Flieger übers Bett hinweg donnern, steigt laut Studie das Risiko einer Herzschwäche bei Frauen um 80 Prozent, bei Männern nur um 70. Die allerdings werden durch Fluglärm doppelt so schnell depressiv als Frauen. Das heißt, sie weinen heftig ins Kissen, bis sie endlich einschlafen und schnarchen. Beides wiederum verstärkt erneut das Herzschwächerisiko für Ehefrauen. Tage des Flugverbotes und der himmlischen Stille sind also Frauentage, wenn auch mit Schönheitsfehler: Man muss sie gelegentlich weitab von daheim auf einem fremden Flughafen feiern.