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| 20:26 Uhr

Frau bringt Baby im Zug zur Welt

Forst/Cottbus. Ein Triebwagenführer als Hebammenhelfer – ausgerechnet am 1. April. Aber es ist kein Scherz: Eine schwangere Frau hat in der Regionalbahn der Odeg von Forst nach Cottbus über Schmerzen geklagt. Dann ging es ganz schnell. Oliver Haustein-Teßmer

Eine Frau hat in einem Zug der Regionalbahn der Gesellschaft Odeg von Forst nach Cottbus ein Baby zur Welt gebracht. "Kein Aprilscherz!", sagt Odeg-Sprecherin Reni Pischke der RUNDSCHAU am Freitagabend. Ihr zufolge hatte die Schwangere über Beschwerden geklagt, als der Zug im Bahnhof Forst kurz nach halb drei nachmittags zur Abfahrt bereit stand. Eine Servicemitarbeiterin in dem Zug habe einen Notarzt herbeitelefoniert. Kurz darauf seien jedoch bereits Babyschreie aus der Bordtoilette zu vernehmen gewesen - die Frau hatte entbunden.

Der Triebwagenführer und die Servicemitarbeiterin der Odeg hätten sich um Mutter und Kind gekümmert, bis der Notarzt eintraf. Der Triebwagenführer hat demnach als Hebammenhelfer gewirkt. "Er hat das Kind in Empfang genommen", sagt die Bahnsprecherin. "Der Notarzt hat Mutter und Kind dann ins Krankenhaus gebracht", sagt Frank Kolodziejeski, Schichtführer der Leitstelle Lausitz. Rettungswagen und Notarzt seien aus Cottbus gerufen worden, da alle anderen Fahrzeuge bereits im Einsatz gewesen seien.

"Mutter und Kind ging es den Umständen entsprechend gut", sagt Odeg-Sprecherin Pischke, und: "Es ist ein Junge." Odeg-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann spricht von einem sehr besonderen Ereignis: Man sei stolz, dass das Zugpersonal "so geistesgegenwärtig und mitfühlend" reagiert habe. Wegen der Geburt im Regionalzug fuhr dieser am Freitagnachmittag erst eine Stunde später ab; 15 Fahrgäste im Zug hätten wegen der Niederkunft warten müssen.