Damit setze die Stadt erstmals ihr Recht um, ein gepfändetes Auto zu versteigern, um Rückstände auszugleichen, teilte die Stadt gestern mit. Das Mindestgebot für das Gefährt (Baujahr 1994) liegt bei 300 Euro.
Mit der Zwangsversteigerung von Pfandsachen betritt die Stadt Neuland, aber kein unbekanntes Terrain: Immerhin schulden Bürger der Kommune rund vier Millionen Euro in etwa 11 000 Fällen. Für die Aktion werde nun die Internet-Versteigerungsplattform der Bundeszollverwaltung genutzt, sagte Frankfurts oberster Vollstrecker der Stadtkasse, Steffen Wenzek. Damit solle mindestens ein Teil der Außenstände eingeholt werden.
Das Frankfurter Auto stehe bis 3. April auf der staatlichen Ebay-Liste unter der Rubrik "Gebrauchtwagen". Ob es die städtischen Kosten einspielen werde, sei offen. Spreche sich aber herum, das die Stadt das Geld bei säumigen Zahlern konsequent hole, dann verbessere sich vielleicht generell die Zahlungsbereitschaft, hofft Wenzek. Die Plattform www.zoll-auktion.de hat derzeit mehr als 75 000 registrierte Nutzer.
Seit Monaten lauert die Stadt säumigen Zahlern mit einem so genannten Ventilwächter auf. Das kleine Gerät wird von Mitarbeitern der Stadtkasse am Auto des Schuldners montiert - der Wagen liegt fest. Demontage erfolgt nur bei Zahlung. Eine Alternative ist die Pfändung. (dpa/mb)