Der US-Präsident rief am Dienstag die Teilnehmer erneut eindringlich dazu auf, konkrete Schritte gegen Nuklearterrorismus zu ergreifen. Er warnte vor einer "Katastrophe für die Welt", wenn es Terroristen gelänge, sich Atommaterial anzueignen. "Heute ist die Gelegenheit da, nicht einfach zu reden, sondern zu handeln", sagte Obama. Das Treffen müsse konkrete Ergebnisse bringen, jedes Land solle einen eigenen Beitrag leisten, "damit die Welt ein bisschen sicherer wird", sagte Obama. Er teilte zudem mit, dass Südkorea 2010 ein Folgetreffen abhalten will. Zunächst hatte jedoch der Atomstreit mit dem Iran, der - wie Nordkorea - nicht zum Gipfel eingeladen wurde, das Treffen überlagert. Das Thema stand im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von Zweiertreffen, so bei der Begegnung zwischen Obama und dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao. Die USA sprachen anschließend von einem Fortschritt. "Die Chinesen haben klargemacht, dass sie bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten", sagte Obamas Asien-Berater Jeff Bader. Es solle in wenigen Wochen eine neue UN-Resolution geben."Es gibt hoffnungsvolle Anzeichen, dass auch mit China und Russland, die ja bekannterweise sehr zurückhaltend waren, Gespräche weitergeführt werden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande des Gipfels. Sie verwies auf ein Gespräch der Vertreter der fünf ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat - USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien - plus Deutschland am Vorabend. Merkel sagte: "Ich glaube, dass die Zeit drängt, und dass wir in den nächsten Wochen Erfolge sehen sollten, Fortschritte erleben werden. Hier sind die Signale eher optimistisch als pessimistisch."Der Iran, der wie Nordkorea wegen des Streits um das jeweilige Atomprogramm des Landes nicht nach Washinton eingeladen war, erklärte indes am Dienstag, an seinen Nuklearprojekten werde auch der Gipfel nichts ändern. "Selbst Sanktionen hätten keine Auswirkung auf den Willen unseres Volkes, unsere Rechte zu verfolgen", sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast in Teheran.Fortschritte gab es auch beim eigentlichen Thema des Gipfels, dem Schutz vor unkontrollierter Verbreitung atomaren Materials. Die Ukraine erklärte, bis 2012 ihr hochangereichertes Uran entsorgen zu wollen. Präsident Viktor Janukowitsch sagte zu, dass ein Großteil des hochangereicherten Urans, das ausreicht, um mehrere Atomwaffen zu bauen, noch dieses Jahr außer Landes geschafft werden soll. dpa/ab