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Forst: Ein Drittel weniger Verbrechen

Potsdam/Forst. Es sind positive Signale, die Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke in den Spree-Neiße-Raum schicken kann. Laut Mörke ist die Zahl der Verbrechen in den Grenzregionen in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen, um 15,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bodo Baumert

Besonders drastisch fallen die Zahlen für Guben und Forst aus. 30 Prozent weniger Straftaten verzeichnet die Statistik in Forst für das erste Halbjahr, 21 Prozent weniger in Guben. Landesweit sank die Kriminalität in diesem Jahr bisher um 4,9 Prozent.

Konkrete Zahlen nennt Polizeipräsident Mörke mit Verweis auf die Innenministerkonferenz nicht. Diese hatte beschlossen, nur noch jährlich über Kriminalitätszahlen zu berichten. Die Tendenz sei aber deutlich, so Mörke - und erfreulich. Denn auch die Aufklärungsquote - zuletzt landesweit bei nur noch mickrigen 53 Prozent - habe sich deutlich verbessert.

Unter anderem ist den Angaben zufolge die Zahl der Wohnungseinbrüche landesweit deutlich zurückgegangen. Dagegen ist die Zahl der Autodiebstähle in Brandenburg konstant hoch geblieben. Tatsache aber ist auch, dass es bei Gewaltverbrechen eine Tendenz nach oben gibt.

Als Grund für den Rückgang in der Statistik führt Mörke unter anderem die sinkende Zahl der Pegida- und ähnlichen Demonstrationen an. Kräfte, die dort im vergangenen Jahr noch massiv gebunden waren, seien nun für andere Ermittlungen und Kontrollen frei.

Im gesamten vergangenen Jahr hatte die Polizei in Brandenburg rund 186 000 Straftaten gezählt, das waren 1,3 Prozent weniger als 2015. Themen des Tages Seite 3