Probleme bereiteten den Tieren vor allem Verkehrswege wie Autobahnen sowie stark besiedelte Gebiete. Sie verhinderten teilweise einen genetischen Austausch zwischen den einzelnen Verbreitungsgebieten. Das Rotwild sei von diesem Problem besonders betroffen. Am Ende des zweijährigen Projekts sollen Empfehlungen zur Schaffung oder Neugestaltung von Wildtierkorridoren und Schalenwildgebieten abgegeben sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume entwickelt werden. Der Minister erwartet von dem Projekt nach eigenen Worten auch Vorschläge für ein zukunftsfähiges Schalenwildmanagement, das künftig die Jäger bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützen soll. Die Kosten in Höhe von 146 000 Euro werden aus Mitteln der Jagdabgabe - einem pauschalen Jahresbeitrag der rund 10 000 Jäger in Sachsen - finanziert. In Sachsen gibt es derzeit zehn ausgewiesene Rotwildgebiete, mit einer Gesamtfläche von rund 570 000 Hektar. Jährlich werden zwischen 3000 und 4000 dieser Tiere in Sachsen erlegt. Der Gesamtbestand wird auf 10 000 bis 12 000 Exemplare geschätzt. Damit sei das sächsische Rotwild in seinem Bestand nicht bedroht. ddp/mb