„Ich bleibe bei meinem Zeitplan“, sagte der Leiter des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung, Nikolaus Herrmann, am Montag in Schönefeld. Es könne aber sein, dass bis dahin nicht alle Fragen geklärt sind. Der Flughafen geht im Juni in Betrieb. „Flugrouten werden laufend geändert, wenn es dafür einen guten Grund gibt“, kündigte Herrmann nach einer Sitzung der Fluglärmkommission an. „Flugverfahren bestehen nicht aus Beton und Stahlstreben.“

Auch das Schutz- und Entschädigungsgebiet um den Flughafen ist nicht in Stein gemeißelt: Seine Abmessungen werden bis Mitte Dezember dem aktuellen Flugroutenvorschlag angepasst, wie die Kommissionsvorsitzende Kathrin Schneider sagte.

Am Abend demonstrierten in Berlin-Friedrichshagen wieder Anwohner gegen die geplante Flugroute über den Müggelsee. In Entschädigungsgebiet können Hausbesitzer schalldichte Fenster und andere Schutzmaßnahmen beantragen. Dafür waren ursprünglich 140 Millionen Euro veranschlagt.