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Flugplatz Drewitz: Die Uhr tickt

Verlassen, leer, trostlos – der Tower und die Wartehalle in Drewitz.
Verlassen, leer, trostlos – der Tower und die Wartehalle in Drewitz. FOTO: dpa
Drewitz. Die Flugbetriebsgenehmigung für den insolventen Flugplatz Cottbus-Drewitz (Spree-Neiße) ist bis Ende September verlängert worden. Das bestätigte die Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg. Beate Möschl / dpa/sha

Der Flugbetrieb sei allerdings nur auf einer Graspiste möglich, weil die Betonbahn Risse hat. Auf Anfrage könnten damit Privat- und Geschäftsflugzeuge bis zu einem Gewicht von 5,7 Tonnen weiterhin in Drewitz starten und landen, sagt Frank Steckling, Betriebsleiter des Flugplatzes, der RUNDSCHAU.

Ob das schon ein Hinweis darauf ist, dass sich die Hoffnungen auf einen neuen Käufer erfüllen, das kann und will derzeit niemand bestätigen. Die Verlängerung der Fluggenehmigung aber ist Rückenwind für Insolvenzverwalter Udo Feser, der sich gemeinsam mit dem Spree-Neiße-Kreis intensiv um eine Zukunft für den Flugplatzes bemüht. "Ich bin guter Dinge", sagt Feser am Dienstag nur. Er habe ein Konzept. Details nannte der Insolvenzverwalter aber nicht. Neben der Flugbetriebsgenehmigung muss sich Feser noch mit dem Landkreis Spree-Neiße einigen. Ende April hatte sich der Kreistag zu einer Vergleichsvereinbarung mit dem Insolvenzverwalter positioniert. Über das Ergebnis herrscht Stillschweigen. Der Landkreis hatte eine Rückkaufoption.

Im Jahr 2014 hatte die international agierende Investorengruppe Flacks Group das Flugplatzgelände, das auf Hobby- und Geschäftsflüge ausgerichtet ist, erworben. Hauptanteilseigner war davor der Landkreis Spree-Neiße. Die Investorengruppe Flacks hatte im Juli 2015 für den Flugplatz Drewitz aber dann Insolvenz angemeldet. Das Plan, auf dem einstigen Militärflughafen ein Wartungscenter für Passagier- und Cargomaschinen zu bauen, war gescheitert.