Ein Jet der Flugbereitschaft der Bundeswehr ist nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umgekehrt und hat auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld Probleme bei der Landung gehabt.

„Die Maschine hatte mit beiden Tragflächen Bodenberührung. Und eine kontrollierte Landung war nicht mehr möglich“, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin. Die Bundeswehr hatte zuvor die Havarie bei Twitter gepostet.

Pech hatten dadurch all jene, die mit dem Flieger in den Osterurlaub starten wollten. „Derzeit ist die Abfertigung in Schönefeld eingestellt. Maschinen im Anflug werden umgeleitet. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Airline nach dem Flugstatus. Grund ist ein defektes Flugzeug auf der Start- und Landebahn“, heißt es auf der Website des Schönefelder Airports.

Die Pannenserie der Flugbereitschaft

Den jüngsten Ärger mit der Flugbereitschaft hatte Finanzminister Scholz, der zu der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington wollte. Eigentlich sollte er mit dem A340 „Konrad Adenauer“ in die USA fliegen, jedoch hatte dieser am 9. April seine zweite Panne binnen zehn Tagen: Beim Aufsetzen des Airbus platzte auf der Landebahn in Köln ein Reifen. Nach Angaben der Luftwaffe hatte die Maschine einen Testflug absolviert.

Der Vorfall sei „noch in Prüfung“, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am vorigen Donnerstag. Scholz musste für seine Reise auf einen kleineren A321 umsteigen. Wegen der geringeren Reichweite der Maschine legte der Minister daher am Donnerstag einen Tankstopp in Island ein.

Bereits am 1. April war bei der Landung in New York ein Reifen des Regierungsfliegers „Konrad Adenauer“ geplatzt. Die Panne verzögerte den Besuch von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), der mit seiner Delegation an Bord war.

Im Februar hatte Maas wegen eines Hydraulik-Defekts am Fahrwerk seines Flugzeugs vorübergehend im westafrikanischen Mali festgesessen. Die Luftwaffe schickte damals den A340 „Theodor Heuss“, um Maas und seine Delegation abzuholen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wiederum strandete Ende Januar vorübergehend in Äthiopien. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wurde kürzlich auf einer Afrikareise von einer Flugzeugpanne aufgehalten.

Internationales Aufsehen erregte die Flugzeugpanne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende November 2018, die auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires wegen eines Totalausfalls des Funksystems umkehren musste. Merkel stieg auf eine Linienmaschine um und traf mit einer stark verkleinerten Delegation erst mit großer Verspätung bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Argentinien ein. mit dpa