Mit einer möglichen weiteren Verzögerung bei der Fertigstellung des Hauptstadtflughafens beschäftigt sich am Montag (12.00 Uhr) der Projektausschuss des Aufsichtsrats. Grund dafür ist die Insolvenz der Gebäudetechnikfirma Imtech, die an wichtigen Arbeiten im Terminal beteiligt ist. Nach der jüngsten Planung soll der neue Großflughafen in der zweiten Jahreshälfte 2017 eröffnet werden.

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte den Aufsichtsrat darüber informiert, dass die Imtech-Insolvenz Auswirkungen auf den Bauablauf haben werde. Das Flughafengesellschaft sei für diesen Fall aber vorbereitet. Zumindest ein Teil der Leistungen könne schnell von anderen Unternehmen übernommen werden, hieß es. Bis kommenden Freitag soll eine Expertengruppe einen ersten Zwischenbericht zur Einschätzung der Folgen vorlegen.

Der Berliner Flughafenkoordinator Engelbert Lütke Daldrup hatte die Situation zuletzt als „nicht so kritisch“ bewertet. „Der Insolvenzverwalter verhält sich kooperativ. Die Arbeiten gehen weiter“, sagte er der „Berliner Zeitung“. Nach dem Insolvenzantrag der deutschen Tochter stellte am Donnerstag ein Gericht auch die Zahlungsunfähigkeit der niederländische Muttergesellschaft Royal Imtech fest.