Der drohende Verlust der Betriebsgenehmigung für den seit einem Jahr insolventen Flugplatz Cottbus-Drewitz zum Monatsende hatten die Verhandlungen von Insolvenzverwalter Udo Feeser mit einem halben Dutzend Interessenten für das Gelände überschattet. Jetzt ist dieses Problem vorerst abgewendet.

Die Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg hat dem Insolvenzverwalter signalisiert, die Frist zur Vorlage eines Konzepts zur Instandsetzung der Start- und Landebahn bis Ende des Jahres zu verlängern. Bis dahin erlischt die Betriebsgenehmigung nicht. Ein Ende der Genehmigung könnte Auflagen zum Rückbau der sanierungsbedürftigen Start- und Landebahn zur Folge haben.

Verwalter Feser strebt eine Entscheidung über den Verkauf des 350 Hektar großen Flugplatzes noch im September an.

2014 hatten der Spree-Neiße-Kreis und Anliegergemeinden den Flugplatz an die international agierende Flacks Group verkauft. Die hatte angekündigt, ein Wartungscenter für Passagier- und Cargomaschinen zu bauen, doch daraus wurde nichts.

Beim Verkauf an Flacks war zur Absicherung des Geschäftes eine Rückübertragungsvormerkung im Grundbuch zugunsten der alten Eigentümer vereinbart worden. Bei einem erneuten Verkauf müssen deshalb die vorherigen kommunalen Eigentümer zustimmen. Die Start- und Landebahn des Flugplatzes für Hobby- und Geschäftsflüge ist marode. Flugzeuge können nur noch eine Graspiste nutzen.