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Flüssen der Region fehlt Wasser

Vom Wernersteg in Cottbus,der beim Stadion der Freundschaft über die Spree führt, ist deutlich erkennbar, dass sich der Wasserstand des Flusses dramatisch gesunken ist.
Vom Wernersteg in Cottbus,der beim Stadion der Freundschaft über die Spree führt, ist deutlich erkennbar, dass sich der Wasserstand des Flusses dramatisch gesunken ist. FOTO: Foto: M. Helbig
Cottbus/Potsdam/Dresden.. Die Pegelstände der Flüsse in der Region nähern sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit historischen Tiefst-ständen. Die Spree liegt derzeit noch zehn bis 20 Zentimeter von den tiefsten Werten seit Jahrzehnten entfernt.

Bei Bad Muskau beträgt die Wassertiefe der Neiße noch 56 Zentimeter, nur 30 Zentimeter über dem Tiefstwert. Während auf der Oder bei einem Pegel von rund einem Meter (durchschnittlicher Juli-Wert 2,10 m) die Schifffahrt weitgehend eingestellt ist, verkehren auf der Elbe in Dresden bei rund 80 Zentimetern keine Transportschiffe mehr. Die Weiße Flotte kann Touristen nur noch eingeschränkt befördern.
„Nur länger anhaltender starker Regen kann die fallende Tendenz noch aufhalten“, erklärt der Präsident des Brandenburger Landesumweltamtes, Matthias Freude, gegenüber der RUNDSCHAU. Da die Niedrigwasserstände der Flüsse üblicherweise aber erst im August/September erreicht würden, müsse mit einer dramatischen Situation gerechnet werden.
Der Wasserstand der Spree könne noch bis Mitte August durch den Zukauf aus Sachsen und die Talsperre Spremberg gut geregelt werden. „Wir brauchen aber auch die Mithilfe der Spreewälder“, mahnt Freude. „Ungebremst Flusswasser zum Bewässern zu entnehmen, schadet bei der gegenwärtigen Verdunstung im-mens.“ (Eig. Ber./ta)