"Wir diskutieren in der Gruppe, wie es nun weitergehen soll", sagte eine Sprecherin der Initiative "Refugee Struggle". Auf einen Hungerstreik soll allerdings vorerst verzichtet werden. Diesen hätten sie als Reaktion auf den Druck angekündigt, hieß es. Die Stadt Dresden hatte das umstrittene Zeltlager am Dienstag räumen lassen. Nun gebe es aber verschiedene Gesprächsangebote, unter anderem von Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD), die für Freitag eingeladen hat.

Unterdessen übte der Dresdner Ausländerrat Kritik an den Protesten. "Solche Aktionen schaden den Flüchtlingen mehr, als dass sie nutzen", erklärte die Vorsitzende In Am Sayad Mahmood. Die Sozialarbeiterin warb für einen Dialog und erklärte, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen Ausländerrat, Stadt und Regierung gebe.