"Unser Jahresziel lag zum Projektbeginn im Februar bei 50", sagte Sonja Brogiato, Sprecherin des Leipziger Flüchtlingsrates, der als Träger für das kommunale Projekt fungiert. Da die Ehrernamtler meist ganze Familien betreuen, hätten inzwischen etwa 400 Flüchtlinge einen Paten. Ziel ist es, die Integration in die Gesellschaft zu fördern. Die Paten unterstützen die Flüchtlinge etwa beim Einkaufen, bei der Wohnungssuche oder beim Deutsch-Lernen. "Es ist eine sehr gute Idee", meint Iqbal Hadi (49), der in Afghanistan Taxifahrer war, in Deutschland aber nicht arbeiten darf. "Das zermürbt die Menschen, wenn sie nichts zu tun haben", sagt Brogiato.