Wie Teilnehmer der Aktion am Sonntagnachmittag vor Journalisten äußerten, entstand die Idee für das Camp spontan nach einer Demonstration für die Belange von Flüchtlingen am Samstag in der Elbestadt. Unklar ist bislang, ob die Stadt Dresden das Camp über die gewünschte Zeit gestattet.

Die sächsische Regierung übernehme keine Verantwortung für Geflüchtete und ihre Situation, kritisierten die Demonstranten. Deswegen hätten sie sich entschlossen, den Protest auf die Straße zu tragen. Die Aktivisten fordern unter anderem einen Abschiebestopp, freie Bewegung überall im Land, die Möglichkeit einer sofortigen Arbeitsaufnahme und eine bessere medizinische Betreuung.

Am Samstag waren mehrere Tausend Menschen in Dresden mit Flüchtlingen für deren Belange auf die Straße gegangen. Dresden war bewusst für die bundesweit beworbene Demonstration ausgewählt worden, da hier die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) ihren Anfang genommen hatten. Redner auf der Flüchtlingsdemo warfen den Anhängern von Pegida vor, ein rassistisches Klima gefördert zu haben.