„Die Brandenburger Ärzte sind bereit zu helfen“, sagte Becker. „Doch die Kapazitäten, diese Versorgung zu leisten, fehlen.“

In Brandenburg gebe es in vielen ländlichen Regionen schon jetzt viel zu wenig Ärzte, mahnte Becker. Zudem fehlten landeseinheitliche Regelungen für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge. Dazu gehöre insbesondere das Ausstellen von Behandlungsscheinen, damit Arzneimittel und Impfstoffe verschrieben werden könnten. Dies sei von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich geregelt. Hinzu kämen die sprachlichen Barrieren. „Daher müssen Dolmetscher die Patienten begleiten, die kein Englisch sprechen“, forderte der Verband.

Becker forderte die Landesregierung auf, entsprechende Regelungen landesweit festzulegen. „Es geht darum, den Menschen zu helfen, die krank, verletzt und traumatisiert sind“, betonte der Verbandschef.