In der Anstalt bleiben damit drei Flüchtlinge, die sich im Hungerstreik befinden. Am Montag hatten sich noch acht Flüchtlinge an der Protestaktion beteiligt.

Die Unterstützer-Initiative der Ausländer baute am Dienstag ein Zelt vor der zentralen Ausländerbehörde des Landes auf. Bis zu 30 Menschen zeigten Solidarität mit den Inhaftierten. CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski forderte, dass ein Missbrauch des Rechts auf Asylgewährung im Interesse wirklich Verfolgter ausgeschlossen werden müsse. "Bei allem Verständnis für das Anliegen der in Hungerstreik getretenen Asylbewerber muss klargestellt werden, dass der Rechtsstaat in keiner Weise erpressbar ist."

Grünen-Fraktionschef Axel Vogel kritisierte die Worte Dombrowskis. Die Aufnahmestelle entspreche nicht einer angemessenen Unterbringung mit hinreichender Betreuung, wie sie der Rechtsstaat gewährleisten müsse. Die Abschiebehaftanstalt war in letzter Zeit in die Schlagzeilen geraten. Es gab zahlreiche Proteste. Ende Mai hatte sich ein Asylbewerber erhängt. Vergangene Woche verletzte sich ein Georgier selbst.