Aber der Reihe nach. "Ich habe in der kommenden Woche eine Gruppe von Flüchtlingskindern aus Syrien zu einer Weihnachtsfeier in den Landtag eingeladen", erklärt Dombrowski. "Da wollte ich natürlich auch, dass da ein Tannenbaum steht."

Doch das geht im neuen Potsdamer Landtag ganz offenbar nicht so ohne Weiteres. Denn die Landtagsverwaltung hielt die Tannenbäume - ähnlich wie schon im September die einst traditionell im Landtag aufgestellte Erntekrone - für ein Brandschutzrisiko. Was Dombrowski, immerhin aktives Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr, so nicht akzeptieren wollte. Erst ein Mitarbeiter der Arbeitsebene klärte ihn auf, welches Problem die Verwaltung offenbar sah: "Es ging um die Fluchtwege", sagt Dombrowski. Da aber sollten die Tannen ja gar nicht stehen. "Wer stellt schon einen Weihnachtsbaum in einen Fluchtweg?"

Und es kam zum Happy End. "Wir haben dann festgestellt, dass es im Landtag natürlich Orte gibt, an denen man Tannenbäume und Erntekronen aufstellen kann." Nun braucht der Parlamentsvizepräsident nur noch eine Verwendung für den Baum, den er zuvor sicherheitshalber schon einmal privat in den Landtag mitbrachte und seitdem in einem Wassereimer in seinem Büro aufbewahrt . . .