„Der Frühling ist für Blumenhändler einer der Höhepunkte des Jahres“, sagte die Sprecherin des Landesverbandes Gartenbau Brandenburg, Margarete Löffler. In diesem Jahr liefen die Geschäfte aber nicht optimal.

„Das liegt weniger an der Wirtschaftskrise und mehr am Wetter“, erläuterte sie. „Dabei halten zum Beispiel Stiefmütterchen sogar etwas Frost aus.“ Frühlingsblüher bringen in der Regel die ersten Farben ins Jahr: Hoch im Kurs stünden neben Stiefmütterchen auch Primeln, Krokusse, Tausendschönchen und Osterglocken, sagte Löffler.

Der Verband verspreche sich jetzt viel für die beiden kommenden Wochen bis Ostern. Da würden sich viele Leute Frühlingsblüher kaufen. Ein weiteres Standbein des Frühlingsgeschäfts sei die Grabbepflanzung.

Die Hoffnung auf die nächsten Wochen hält auch Thomas Greese im Blumenhaus Uckermark in Prenzlau hoch. „Bisher ist der Verkauf schleppend gewesen“, sagte er. „Die Leute kaufen schon mehr preiswerte Sachen.“ Sie nehmen eher bepflanzte Schalen als einen Strauß mit nach Hause.

Das Bedürfnis nach frischen Blumen sah eine Verkäuferin des Blumengeschäfts Winter in Oderberg (Barnim): „Die Leute brauchen etwas für die Tür und das Gemüt.“ Das liege am langen, kalten und lichtarmen Winter. Einen Strich durch die Rechnung mache aber die Witterung. „Man kann draußen kaum etwas machen, und hat auch keine Freude, etwas anzufangen.“

Aus der Gärtnerei Gollmitz in der Uckermark hieß es, dass „Frühlingsblüher trotz alledem der Renner sind“. Die Menschen wünschten sich Farbtupfer. Problematisch in der Region sei die Arbeitslosigkeit, die sich auch in den Absatzzahlen der Blumengeschäfte niederschlage. Allerdings: „Wenn die Sonne scheint, ist die Stimmung anders und das Kaufverhalten auch.“ dpa/das