Im vergangenen Jahr mussten rund 470 000 Autofahrer in Deutschland ihren Führerschein abgeben - aber KBA-Präsident Ekhard Zinke hält das System für schwer durchschaubar. Die Punkteregelung soll deshalb reformiert werden, sagte Zinke am Dienstag in Flensburg. Bisher verfällt ein gesammelter Punkt nicht, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit ein neuer dazukommt. "Das ist intransparent", sagte Zinke. Für einen Verkehrssünder sei schwierig nachzuvollziehen, wie viele Punkte er hat. Der Vorschlag des KBA: Die Zeit, bis ein Punkt verfällt, wird verlängert, dafür sind sie nach drei, sechs oder zwölf Jahren - je nach Verstoß - definitiv weg. "Das sind erste Gedanken auf Arbeitsebene", betonte Zinke. Über die Punktereform muss die Bundesregierung beraten und entscheiden. Die Zahl der Punktesünder in Flensburg lag am 1. Januar 2010 mit knapp neun Millionen Registrierten um 1,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die meisten von ihnen waren zu schnell gefahren . dpa/roe