Konkret, "inwieweit wird die Mittagspause in den pädagogischen Konzepten sächsischer Schulen thematisiert". Die Mittagspause. Nun, es gibt sie. Aber thematisieren wir mal.

Irgendwas Enzyklopädisches über das Mittagessen parat? Vielleicht das hier, von Heinrich Heine. Der Rotzlöffel unter den Dichtern meinte, die Deutschen könnten ewig diskutieren über die Bedeutung des Abendmahls. Aber über das Mittagsmahl seien sie sich einig. Heine meinte damit eigentlich die Hamburger, die mochte er nicht. Die Hamburger wurden später auch zu einem Essen. Das ist zwar beliebt, aber nicht geschätzt, es steckt alles drin, aber leider zu viel vom Schlechten.

Mensch soll einmal am Tag warm essen, wussten die Trümmerfrauen. Aber der Mensch soll auch einmal im Jahr zum Zahnarzt, tut er aber nicht. Die bewährte Nachkriegs-Trias "Kartoffeln, Fleisch, Soße" ist längst kalt geworden. Soße macht dick, Fleisch macht politisch angreifbar und Kartoffeln isst keiner mehr. Mittagspausen, so antwortet das Kultusministerium, haben "zur Rhythmisierung des Tagesablaufs besondere Bedeutung". Klar, es gibt ein "vor dem Essen" und ein "nach dem Essen".

Übrigens: Regelungen zur Gestaltung von Schulspeiseräumen sieht die Sächsische Bauordnung nicht vor. Da tut sich ein rechtsfreier Raum auf.