"Die betriebliche Ausbildung ist für die Unternehmen die beste Möglichkeit, den Fachkräftebedarf zu sichern", sagte der Politiker während eines Besuchs in einem Beruflichen Schulzentrum in Chemnitz.
Angesichts der sinkenden Schulabgängerzahlen drohe diese "effiziente Nachwuchssicherung" aber zu kippen. Nur noch rund 47 Prozent der Schüler in Sachsen hatten laut Flath im Schuljahr 2004/2005 eine betriebliche Ausbildung. Mitte der 90er-Jahre waren es noch 70 Prozent.
"Die Unternehmen geraten in eine demographische Falle, wenn sie nicht bereits heute mit betrieblichen Ausbildungsplätzen gegensteuern", sagte Flath. So werde sich bis 2010 die Zahl der Schulabgänger im Vergleich zu 2003 etwa halbieren. Gleichzeitig erreichten starke Jahrgänge das Rentenalter. Flath bemängelte zudem die unzureichenden Arbeitsmarktkenntnisse der Schulabgänger. Er forderte eine stärkere Berufsorientierung an den Schulen. (dpa/ta)