Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Finanzen und Sozialem solle das Markenzeichen der sächsischen CDU werden, sagte Flath der "Leipziger Volkszeitung". Eine Koalition mit den Grünen, die das Thema von jeher vor allem in Umweltfragen besetzen, schließt Flath nach der Landtagswahl 2009 nicht aus.
Flath kritisierte das Selbstverständnis vieler Politiker und auch seiner eigenen Partei. Das große Ausmaß der Politikverweigerung in der Bevölkerung gehe auch darauf zurück, dass viele Menschen vom Auftreten der Politiker frustriert seien. "Das Ansehen von Landtag und Abgeordneten ist ziemlich ramponiert", sagte Flath. Die Politik müsse sich wieder mehr Zeit für grundlegende Debatten nehmen, satt orientierungslos auf jedes Thema aufzuspringen.
Von der CDU verlangt er, dass sie in der Fläche stärker präsent sein und sich um die Menschen kümmern soll. "Wir müssen klar zu erkennen geben, dass uns der soziale Zusammenhalt nicht egal ist", sagte Flath. Der rechtsextremen NPD sei es in der Vergangenheit als fast einziger Partei gelungen, den Menschen auf dem Land ein Gefühl von Heimat zu vermitteln. (ddp/mb)