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Finsterwalde: Verbrechen geklärt

FOTO: Gerhard Seybert
Lauchhammer/Finsterwalde. Eine Woche nach dem Fund der Leiche eines 65-jährigen Mannes in Finsterwalde (Elbe-Elster) ist Haftbefehl gegen einen Verdächtigen erlassen worden. Der 34-Jährige wurde in Berlin durch dortige Polizeibeamte festgenommen und am Mittwoch einer Haftrichterin beim Amtsgericht Bad Liebenwerda vorgeführt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus am Donnerstag bestätigten. Kathleen Weser

Augenzeugen hatten am Tag zuvor beobachtet, dass bei dem Polizeieinsatz in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) auch die Hundestaffel der Berliner Polizei eingesetzt worden war. Auf Nachfrage hieß es bei der Polizei jedoch, es habe keinen solchen Einsatz gegeben.

Am Donnerstag hieß es nun, der Beschuldigte wollte sich mit dem Gewaltverbrechen Zugang zu Geld und wertvollen Gegenständen des Opfers verschaffen. Er bestreitet den Ermittlern zufolge aber die Vorwürfe. Der Cottbuser Oberstaatsanwalt Gernot Bant leon bestätigte auf RUNDSCHAU-Nachfrage, dass nach dem Mann aus Lauchhammer bereits mit dem Hinweis, er habe sich nach Berlin abgesetzt, gefahndet worden war. Am Mittwoch sei er dort aufgegriffen worden. In seiner Wohnung in Lauchhammer und in der des Opfers in Finsterwalde seien danach Beweise gesichert worden. Weitere Angaben würden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht.

Der Tote war vor einer Woche in seiner Wohnung von seinem Sohn entdeckt worden. Dieser hatte die Polizei alarmiert. Es wurde eine Sonderkommission gebildet.

Kriminaltechniker werden in den nächsten Tagen noch weitere Spuren am Tatort in Finsterwalde und am letzten bekannten Wohnsitz des 34-jährigen Tatverdächtigen in Lauchhammer sichern, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft Cottbus und der Polizeidirektion Süd. (mit dpa)