Vom Programm des Bundes entfallen nach aktuellem Plan 3,5 Millionen Euro auf den Kreishaushalt und zehn Millionen Euro auf die Städte und Gemeinden. Forst bekommt demnach 2,2 Millionen Euro, Spremberg 2,6 Millionen Euro und Guben zwei Millionen Euro. "Damit ist viel möglich", sagt Minister Görke. "Zwar müssen zehn Prozent an Eigenmitteln aufgebracht werden, aber ich denke, auch das wird sicher machbar sein."

Das Programm des Bundes sieht für die Jahre 2015 bis 2018 eine Summe von 3,5 Milliarden Euro vor, von denen auf das Land Brandenburg 108 Millionen Euro entfallen. Nach den Worten des Finanzministers ist damit "ein Anfang gemacht", den er zugleich jedoch auch mit kritischen Worten kommentiert: Ursprünglich habe der Bund fünf Milliarden Euro jährlich ab dem Jahr 2014 vorgesehen - eine weit größere Summe also als die, von der die finanzschwachen Städte und Gemeinden jetzt profitieren dürften.

Weitere 130 Millionen Euro stellt das Land Brandenburg selbst bereit, und zwar für die Zeit vom Januar 2016 bis Ende 2019. Davon entfallen 80 Millionen Euro auf Investitionen in die Bildungs-Infrastruktur, 35 Millionen Euro auf Verkehr und Feuerwehren und 15 Millionen Euro für Freizeit und Sport. Bei diesem Programm beträgt der Eigenanteil der Kommunen 40 Prozent. Minister Görke bewertet dieses Ergebnis als "guten Kompromiss", und er sagt: "Unser Ziel ist ein unbürokratisches Verfahren."

Zwar steht das Programm noch unter dem Vorbehalt des Kabinetts. Doch es erscheint nach den Worten des Politikers so gut wie sicher, dass es in Kraft treten wird. Er stellt klar: "Es geht nicht zulasten anderer politischer Bereiche im Land Brandenburg." Vielmehr solle es den Effekt des im Jahr 2019 auslaufenden Solidarpakts mildern.