Mit 10,86 Milliarden Euro Einnahmen aus Steuern und Finanzumlagen habe Sachsen ein "Rekordergebnis” eingefahren, ließ Finanzminister Georg Unland (parteilos) gestern wissen. Dies seien 292 Millionen Euro mehr Einnahmen als 2007 und "das höchste Ergebnis seit 1995", als der Osten in den bundesweiten Finanzausgleich einbezogen wurde. 2008 sei ein "absolutes Ausnahmejahr", so Unland. Unter dem Strich habe das Land einen Überschuss von 737 Millionen Euro erwirtschaftet. Mit dem Geld seien die Schulden des Freistaates um 83 Millionen auf knapp zwölf Milliarden gesenkt worden. Die Pro-Kopf-Verschuldung solle damit trotz schwindender Bevölkerung nicht weiter anwachsen. Außerdem sei das Geld für den Banken-Rettungsschirm, für nicht fertig gewordene Investitionen, den kommunalen Finanzausgleich und die zu erwartenden Steuerminder-Einnahmen zurück gelegt worden. Sven Heitkamp