Sollte das Geld nicht eingehen, wäre Griechenland das erste entwickelte Land, das seine IWF-Schulden nicht pünktlich zahlt.

Griechenland sollte am heutigen Dienstag eine fällige Rate von knapp 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Der IWF hatte Athen bereits zugestanden, eigentlich früher fällige Beträge gebündelt am Ende des Monats zurückzuzahlen. Einen weiteren Aufschub hatte IWF-Chefin Christine Lagarde allerdings ausgeschlossen.

Schäuble kritisierte den Kurs der griechischen Regierung in den Verhandlungen über den künftigen Reformkurs abermals heftig. "Diese Regierung hat jedes Vertrauen zerstört und damit dem laufenden Programm jede Grundlage entzogen", sagte er. Die griechische Regierung habe "ein unglaubliches Verhalten an den Tag gelegt". Zugleich bekräftigte der Finanzminister, dass die Tür für weitere Hilfen offen bleibt. "Wir sind weiter bereit, Griechenland und dem griechischen Volk zu helfen." Politik Seite 7