Die Initiative des Brandenburger Landesfeuerwehrverbandes ist die Umsetzung eines Votums aller Feuerwehren im Land auf einer Versammlung im November. "Wir hoffen, dass Minister Vogelsänger einsieht, dass eine gesetzliche Regelung notwendig ist", sagte Verbandspräsident Manfred Gerdes. Bundesweit gebe es 500 bis 600 Brandtote pro Jahr. "Die Hälfte von ihnen hätte durch Rauchmelder gerettet werden können", so Gerdes.

Der Vorstoß der Brandenburger Feuerwehren scheint durchaus Aussicht auf Erfolg zu haben. "Der Antrag liegt im Trend der Zeit", sagte der Sprecher des Bau- und Infrastrukturministeriums Jens-Uwe Schade. Seit etwa einem Vierteljahr gebe es bereits Gespräche mit dem Berliner Senat zu diesem Thema, um eine einheitliche Regelung für beide Länder zu erzielen. "Die Stellungnahme des Feuerwehrverbandes wird dabei eine Rolle spielen", so Schade.

Auch in Sachsen sei man für eine Änderung des Baurechts durchaus aufgeschlossen, sagte der Sprecher des Innenministeriums Frank Wend. Allerdings sei eine Vielzahl der Parlamentarier skeptisch. Bereits 2011 hatten Vertreter des Städte- und Gemeindetages, des Landesfeuerwehrverbandes und der Berufsfeuerwehr bei einer Anhörung im Landtag versucht, die Abgeordneten von einer Rauchmelder-Pflicht zu überzeugen. Damals wurde über eine Änderung des sächsischen Baurechts diskutiert. Es sei nicht auszuschließen, dass es zu einem erneuten Versuch komme, so Wend.

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