Vom 22. bis zum 31. Oktober 2015 seien zahlreiche Konzerte geplant, teilte die Stiftung Frauenkirche am Mittwoch in Dresden mit. Dabei wird auch ein Doppelkonzert für Violine und Cello uraufgeführt, das Wolfgang Rihm eigens für diesen Anlass komponiert hat. Namhafte Solisten und Ensembles prägen auch den Rest des Musikjahres in dem Gotteshaus.

So treten unter anderen das Kammerorchester Basel, die Academy of St. Martin in the Fields und das Gustav Mahler Jugendorchester in der barocken Kirche auf. Als Solisten sind zum Beispiel Geiger Daniel Hope und Pianist Martin Stadtfeld zu erleben. Die Frauenkirche Dresden war im Zweiten Weltkrieg zerstört und mit Spenden aus aller Welt wiederaufgebaut worden. Im Oktober 2005 folgte die Weihe des Gotteshauses, das als Symbol für Frieden und Versöhnung gilt. Auch künftig bleibt die Stiftung Frauenkirche auf Spenden angewiesen. Allein der Erhalt des Bauwerkes kostet gut eine Million Euro pro Jahr.

Nach Aussagen von Christine Kageneck, kaufmännische Geschäftsführerin der Stiftung, nimmt die Zahl der Erbnachlässe zugunsten der Frauenkirche ab. Man sei immer mehr auf das Geld angewiesen, das Besucher in die Spendenbox stecken. Allerdings ist der Zustrom ungebrochen. Jährlich kommen etwa zwei Millionen Menschen in die Frauenkirche.