Sachsen ist als ein Kernland der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert reich an Zeugnissen dieser Epoche. Die Regierung sieht daher auch in der Industriekultur einen Schwerpunkt - seit zwei Jahrzehnten. Seit 20 Jahren kümmert sich in Sachsen ein Zweckverband um Bewahrung und Pflege der Industriekultur. Die Städte Chemnitz, Crimmitschau und Ehrenfriedersdorf, der Landkreis Bautzen und der Freistaat feiern das Jubiläum am Montag, 17. September, in der Energiefabrik Knappenrode bei Hoyerswerda mit einer Festveranstaltung. Dazu werden Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) erwartet.

Der Verband wurde 1998 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Er hat die Aufgabe, gegenständliches Kulturgut zu sammeln und zu bewahren, bedeutende Industriedenkmäler zu erhalten und museal nutzbar zu machen sowie Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Landes zu erforschen. Neben der Energiefabrik Knappenrode gehören das Industriemuseum Chemnitz, das Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf und die Tuchfabrik Pfau in Crimmitschau zum Museumsverbund.