Und damit ist nicht nur die Soßenkanne neben dem Weihnachtsbraten gemeint.

Denn vor allem soziale Fettnäpfchen, vermutlich bald „Festnäpfchen“ genannt, bedrohen den Weihnachtsfrieden. Hohes Konfliktpotenzial birgt etwa das Zusammensein mit der Familie, die sich bei näherem Hinsehen oft sogar als die eigene entpuppt. Da eine Flucht durch ein engmaschiges Netz gemeinsamer Mahlzeiten jedoch verhindert wird, wachsen die Aggressionen. Vereinzelt wird sogar Geschenkpapier brutal vom Präsent gerissen. Es ist furchtbar.

Überhaupt stellen Geschenke die schlimmsten Festnäpfchen dar. Die einen wählen sie falsch aus, die anderen können nicht ausreichend Freude heucheln. Und wer dann schuld am Streit ist, wurde leider vom Bundesverfassungsgericht nicht abschließend geklärt.

Erstaunlicherweise genießen viele Menschen Weihnachten dennoch – entweder weil sie all diese Festnäpfchen geschickt umgehen oder gar nichts von ihnen wissen. Dem Leser dieser Glosse ist Letzteres leider nicht mehr vergönnt. Und deswegen ist die Glosse wohl selbst ein Festnä . . . – aber bevor es jemand merkt: Frohe Weihnachten!