Allein für den Tannenbaum und die festliche Beleuchtung des historischen Dresdner Striezelmarktes werden knapp 17 000 Euro in der Vorweihnachtszeit ausgegeben. Aber auch private Sponsoren sorgen mit für weihnachtliche Stimmung in Dresden. So wird beispielsweise die alle zwei Jahre veranstaltete Bergparade ausschließlich durch Sponsorengelder finanziert.

Große Tannenbäume
In Chemnitz wird in der Vorweihnachtszeit besonderer Wert auf schöne und große Tannenbäume gelegt. "Im vergangenen Jahr schmückte eine wunderschöne hohe Nordmanntanne unser Rathaus", sagte eine Sprecherin der Stadt. Für den Chemnitzer Weihnachtsmarkt steht der Kommune insgesamt ein Etat von rund 490 000 Euro zur Verfügung.

Marienberg im Lichtermeer
Marienberg im Erzgebirge glänzt in der Vorweihnachtszeit mit einem ganzen Lichtermeer. "Die gesamte Stadt ist mit Lichterketten geschmückt, die Besucher erleben bei uns ein ganz besonderes Flair", sagte die Pressesprecherin der Stadt, Sabine Ullrich. Die Kosten für die vorweihnachtliche Pracht seien in den vergangenen Jahren allerdings stetig gestiegen. Lagen die Ausgaben im Jahr 2004 noch bei rund 66 000 Euro, beliefen sich die Kosten für die festliche Beleuchtung, die Bergparade und den Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr insgesamt auf 72 000 Euro.
Trotz der immensen Kosten will die historische Bergstadt aber nicht am Weihnachtsmarkt sparen. "Der Werbeeffekt für die Stadt ist beträchtlich", sagte Ullrich. Einnahmen erzielt die Kommune zum einen durch Standgebühren, zum anderen unterstützen private Sponsoren den Weihnachtsmarkt mit rund 4000 Euro.
Freiberg dagegen lässt seinen Christmarkt größtenteils vom öffentlichen Stadtmarketingverein ausrichten. Die Kommune übernimmt nur die Kosten von rund 2500 Euro für die festliche Beleuchtung des Rathauses. Nach Angaben des Vereins belaufen sich die Kosten für Pyramide, Weihnachtsbaum und Markt auf mehr als 140 000 Euro. "Vor allem die Kosten für Strom- und Abfall steigen von Jahr zu Jahr", sagte Undine Waldmann vom Stadtmarketingverein. Die Kosten werden weitgehend durch die Standgebühren der Händler finanziert, Unterstützung durch private Sponsoren gibt es in Freiberg nicht.

Besucher bleiben aus
Auch Hoyerswerda hat die Organisation des Weihnachtsmarktes aus Kostengründen einer örtlichen Agentur übertragen. Nach Angaben der Stadt konnten so die Kosten von 25 000 Euro im Jahr 2004 auf rund 16 000 Euro im vergangenen Jahr verringert werden. Zwar brenne die Beleuchtung in der Altstadt in der gesamten Vorweihnachtszeit, der Weihnachtsmarkt finde aber nur noch an vier Tagen statt. Händler und Besucher blieben in den letzten Jahren zunehmend aus. "Zu DDR-Zeiten hatten wir einen wunderschönen Weihnachtsmarkt, davon können wir heute nur noch träumen", sagte Angela Schäfer vom Pressebüro.