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| 01:09 Uhr

Festgenommener Iraker bekam Auftrag von bin Laden

Berlin.. Der vor einer Woche in Mainz festgenommene Al-Kaida-Verdächtige ist nach Medien-Informationen direkt von Osama bin Laden geschickt worden und hatte Kontakte zu den Attentätern vom 11. September 2001.

Intensiv habe er eine Märtyrermission seines Freundes im Irak vorbereitet, berichtete das Magazin "Der Spiegel".
Fahnder hörten nach diesen Angaben bei einem Lauschangriff, wie der Iraker Ibrahim Mohammed K. in seiner Mainzer Wohnung seinem Freund Yasser Abu S. sagte: "Ja, er schickte mich, um zu arbeiten, zu verkaufen und einzukaufen." Laut Ermittlern stünden die Begriffe für die Anwerbung und Vermittlung von Freiwilligen für den Dschihad, den Heiligen Krieg. Er selbst sei in Deutschland "Murabit", eine Art Soldat der Terroristenchefs Osama bin Laden.
In Frankreich, England und Spanien seien vermutlich Dutzenden Al-Kaida-Mitglieder aus der mittleren Führungsebene, die abgeschnitten von der Spitze der Terrororganisation eigene Pläne verfolgten, berichtete der "Spiegel".
1998 soll Ibrahim Mohammed K. zeitgleich mit einem der Todespiloten des 11. September bei Volkswagen gearbeitet haben. Wie das RTL-Fernsehmagazin "Spiegel TV" berichtete, war der verdächtige Iraker Ibrahim Mohammed K. vom 22. Juni bis 14. August 1998 im VW-Werk Wolfsburg tätig, ebenso wie der spätere Todespilot Ziad Jarrah. Das Magazin beruft sich auf "entsprechende Unterlagen". Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte sich gestern zu diesen Berichten nicht äußern.
Der Libanese Jarrah steuerte am 11. September 2001 wahrscheinlich die bei Pittsburgh abgestürzte Maschine. Er gehörte zu der Hamburger Terrorzelle um den Anführer Mohammed Atta. Laut "Spiegel TV" arbeiteten noch zwei andere Personen aus dem Umfeld der Hamburger Zelle im Sommer 1998 im Wolfsburger Werk.
Yasser Abu S., der staatenlose Palästinenser der am 23. Januar ebenfalls gefasst wurde, war der Fernsehsendung zufolge 1997 in Hamburg gemeldet. Seine damalige Meldeadresse sei identisch mit der Anschrift der Hamburger Al-Kuds-Moschee. Dort trafen sich damals Mitglieder der Terrorzelle. (dpa/kr)