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Bahn
Wichtige Fernverkehrs-Strecken wegen Sturms bis Montag gesperrt

«Zug fällt aus» steht am 29.10.2017 am Bahnhof Göttingen (Niedersachsen) an der Anzeigetafel. Herbststurm «Herwart» zog in der Nacht über weite Teile Deutschlands.
«Zug fällt aus» steht am 29.10.2017 am Bahnhof Göttingen (Niedersachsen) an der Anzeigetafel. Herbststurm «Herwart» zog in der Nacht über weite Teile Deutschlands. FOTO: Swen Pförtner / dpa
Berlin. Wegen der schweren Schäden durch Sturm «Herwart» kann die Deutsche Bahn den Betrieb wichtiger Strecken im Fernverkehr erst am Montag wieder aufnehmen.

Berlin, Hamburg, Hannover, Bremen und Kiel seien zurzeit nicht ans Fernnetz angeschlossen, teilte der Konzern am Sonntag mit. Unter anderem blieben bis zum Montag aufgrund der Sturmschäden die Verbindungen Hamburg-Berlin, Berlin-Frankfurt/Main, Berlin-Leipzig, Berlin-Dresden, Bremen-Hannover, Dortmund-Hamburg und Hannover–Dortmund gesperrt.

Zunächst hatte die Bahn geschätzt, dass nur bis Sonntagnachmittag voraussichtlich keine Züge im Fernverkehr fahren. Sie hatte den Betrieb in sieben Ländern teils ausgesetzt.

Vor allem in Nord- und Ostdeutschland hatte «Herwart» zahlreiche Bäume entwurzelt. Aus Sicherheitsgründen hatte die Bahn den Verkehr daher in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Teilen Schleswig-Holsteins bereits seit dem Morgen in weiten Teilen eingestellt. «Das wirkt sich bundesweit auf den Fernverkehr aus», hieß es. Auf der Strecke Berlin-Hamburg beschädigten umgestürzte Bäume Oberleitungen - wie schon bei Orkan «Xavier» vor gut drei Wochen.

Kunden sollten sich vor Reisebeginn über die aktuelle Lage informieren - etwa über die Bahn-App, die Webseite oder eine eigens eingerichtete Hotline. Die Situation bleibe angespannt.

(dpa)