Der angekündigte Bahn-Streik fällt mit den Berliner Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls zusammen. Touristen werden schlecht per Zug in die Hauptstadt kommen. In Berlin selbst wird der S-Bahn-Verkehr von dem viertägigen Streik betroffen sein. Die Lokführergewerkschaft GDL rief am Dienstag zu einem mehr als viertägigen Streik bei der Deutschen Bahn auf. Der bundesweite Ausstand soll im Personenverkehr am Donnerstag um 2.00 Uhr beginnen. Das Ende des Streiks ist für Montag, den 10. November, um 4.00 Uhr geplant.

Die GDL begründete die geplante Arbeitsniederlegung mit der Weigerung der Bahn, über einen eigenständigen Tarifvertrag auch für Berufsgruppen zu verhandeln, die nicht Lokführer sind. Ein Einigungsversuch beider Seiten war am Sonntag gescheitert.

"Statt Frieden wird damit Unfrieden gestiftet", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Berlin, Willy Weiland, mit Blick auf die Feiern zum 9. November.

Auch der Geschäftsführer von Visit Berlin, Burkhard Kieker, zeigte kein Verständnis für Zeitpunkt und Länge des Streiks. Allerdings habe Berlin in der Vergangenheit gezeigt, dass der öffentliche Personen- und Nahverkehr mit U-Bahn, Bussen und Straßenbahnen gut aufgestellt sei. Er glaube auch nicht, dass der Streik die Menschen von einem Berlin-Besuch abhalten werde. "Es gibt Autos und Flugzeuge."