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Fehlender Nachwuchs bei Juristen und Kriminalisten

Neuruppin/Cottbus. Nach der Kritik des Richterbundes in Brandenburg an einem zu schleppenden Generationenwechsel in der Justiz, macht nun der Chef der Staatsanwaltschaft Neuruppin auf ähnliche Probleme bei der Kriminalpolizei aufmerksam. Der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann bezeichnete die Zahl von zehn bis 15 Jungpolizisten, die nach dem Studium in die Kriminalpolizei wechseln, als zu gering. sim/dpa

Viele erfahrene Ermittler würden bald in den Ruhestand gehen. Der reguläre Ausbildungsgang führt junge Beamte erst nach einer Zeit in der Bereitschafts- und Schutzpolizei zu den Kriminalisten. Vor eineinhalb Jahren hatte der Chef der Cottbuser Staatsanwaltschaft Bernhard Brocher bereits auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Unter den Richtern und Staatsanwälten in Sachsen und Brandenburg steht in etwa zehn Jahren eine regelrechte Pensionierungswelle an. Zwischen 2026 und 2030 geht im Freistaat etwa ein Drittel von ihnen in Pension. Länder Seite 4