Eine Verwaltungsgemeinschaft sollte im Normalfall eine Größe von 10 000 Einwohnern haben, erklärte die FDP-Landesvorsitzende Cornelia Pieper in Magdeburg nach einer Klausurtagung ihrer Partei zum Thema Verwaltungsreform.
Von diesem Grundsatz könne nur in einzelnen Ausnahmefällen abgegangen werden, wenn die Einwohnerdichte dies bedinge und trotzdem die Leistungsfähigkeit der Verwaltung gewährleistet sei. "Die Verwaltungsgemeinschaften müssen in diesem Fall mindestens 6000 Einwohner haben."
Die Frage der Größe von Verwaltungseinheiten ist zwischen den Regierungsparteien CDU und FDP umstritten. Im Koalitionsvertrag sind keine Zahlen festgelegt.
Vorschriften der alten SPD-Regierung über bestimmte feste Mindesteinwohnerzahlen wurden nach der Regierungsübernahme außer Kraft gesetzt. Bislang ist in der neuen Regierung nicht geklärt, ob überhaupt Größen vorgeschrieben werden sollen. Die CDU hatte bei der Landtagswahl damit geworben, dass Zusammenschlüsse von Gemeinden nur auf freiwilliger Basis geschehen sollen. (dpa/ta)