Nach einem Bericht der "Dresdner Morgenpost" soll der 57-Jährige von der Sachsen-Finanzgruppe (SFG) einen mit jährlich rund 100 000 Euro dotierten Vertrag über fünf Jahre erhalten. Schramm war bis zur Kreisreform Landrat des früheren Landkreises Mittweida und durfte auch bei der fast Pleite gegangenen Landesbank Sachsen ein Wort mitreden. SFG-Sprecher Frank Weidner war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. "Jetzt zeigt sich, wie sich die CDU die Verwaltungsreform zusammengekauft hat. Der SFG-Vertrag für Schramm wird wohl nicht das letzte Geschenk an einen willfährigen Parteifreund gewesen sein", kritisierte FDP-Fraktionschef Holger Zastrow die Personalie. "Seit 18 Jahren macht sich die Union den Freistaat zur Beute und verschachert gut dotierte Versorgungsposten an die eigenen Leute." Selbst mit viel Fantasie sei keine Kompetenz Schramms für den Vertrag zu erkennen. Als einstiger Vize-Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sachsen LB sei er einer der Mitverantwortlichen des Landesbank-Desasters.dpa/cd