"Bei einem Treffen vor wenigen Wochen haben wir sie gebeten, uns konkrete Namen, Adressen und Vergehen der betreffenden Personen zu nennen. Sofern wir diese Angaben als Handlungsgrundlage haben, wird derjenige sofort des Stadions verwiesen", erklärte Energie-Pressesprecher Lars Töffling.

Die Chefin des Brandenburger Verfassungsschutzes hatte kürzlich in einem Interview erklärt: "Uns macht seit Jahren eine Fangruppe des Fußballclubs Energie Cottbus wegen ihrer rechtsextremistischen Bezüge erhebliche Sorge. Doch der Verein hat sich noch nicht durchringen können, deutlich dagegen vorzugehen."

Es sei dem FC Energie einfach zu oberflächlich, "unsere Fans unter Generalverdacht in eine bestimmte Ecke zu stellen", sagte Töffling. Es handle sich um Einzelfälle, die auch so zu betrachten und zu behandeln seien. Bei einem Treffen habe Frau Schreiber dem Verein noch attestiert, sehr viel gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu tun.

Bei der von Winfriede Schreiber angesprochenen Fangruppe handelt es sich vermutlich um "Inferno Cottbus". Die RUNDSCHAU hatte bereits im August ausführlich über Verbindungen dieser Gruppe ins rechtsradikale Milieu berichtet. Ein Mitglied gehörte zur 2012 verbotenen neonazistischen "Widerstandsbewegung Südbrandenburg". Bei Auswärtsspielen zeigt "Inferno" eine Banner-Parole, die in rechtsradikalen Kreisen als klare Chiffre für Hitler-Begeisterung und Wehrmachtsverehrung gilt.